Frei sein. Für Leben.

Erstellt am: 19. Apr 2017 von Daniel Konnemann
Kategorie(n): Atmosphäre | Osterkalender

IMG_9619Es war Nacht. Das Feuer war gerade heruntergebrannt. Wir lagen im Gras. Über uns der Himmel. Sterne soweit wir blicken konnten. Wir schwiegen. Wir flüsterten leise von unseren Lebensplänen. Es war ein Herzensmoment. Einer, in dem alles möglich erschien. Und alles richtig war. Wir waren glücklich. Es war einer jener Momente, in dem das Leben vor Dir liegt. Jede Möglichkeit des Lebens. Du brauchst sie nur ergreifen. Wir fühlten uns frei und lebendig.
Ein Ostern. Ein Frei sein für Leben. Ein Freiraum, der sich selbst offenbart und öffnet. Für Leben. Mein eigenes, wohin es auch gehen und mich führen mag.

Ostern. Geschenkter Freiraum. Frei sein. Für Leben.
Es war ein Weg hierhin. Ein Weg des Frei seins. Für Verborgenes. Für Widerstand. Für Herrlichkeit. Für Schuld. Für Heilung. Für Erschütterung. Für Sterben.
In den Wochen bis hierher sind wir ihn gegangen, den Weg des Freisein. Ein spannender Weg. Mit manchmal ungeahnten Begegnungen, Gedanken, Fragen und Gesprächen. Und es wurde zu einem Frei sein auch für Dienen. Für Hingabe. Für das Kreuz.

Es war zu einer anderen Zeit. Und an einem anderen Ort. Der Himmel grau. Mein Blick lag über dem See, von dort, wo ich saß. Wohin ich mich zurück gezogen hatte, geflohen, verkrochen: Eine einsame Bank. Einsam auch ich. Verlassen. Und doch… irgendwie nicht allein. Ich fühlte mich getröstet. Trotzdem weinte ich wie ein Kind. Regen wischte mir die Tränen ab. Ich weinte über all den Mist, der passiert war. Was ich mir selbst eingeredet und anderen zugemutet hatte. Über all das, was ich nicht war und nicht sein konnte. Es war ein Loslassen müssen – und es tat weh. Innen drin. Es riss mir das Herz raus. Es riss sich los und schwamm fort, weggespült auf dem Wasser, den Rinnsalen von Tränen und Regen.
Weg. Meine Träume und Vorstellungen. Was mich doch so ausmachte.
Weg.
Leere.
Raum.
Es entstand Freiraum. Für Leben.
Und es wurde ein Frei sein. Für das, was ich bin. Für Leben. Mein Leben.
Es war ein Ostern. Mitten im Dezember.

OAk0bEs ist immer ein Geschenk. Und es beginnt immer mit Gott selbst. Der selbst schon immer Frei ist. Für alles Verborgene und Widerstand, Herrlichkeit und Schuld, Heilung, Erschütterung und Sterben, Kreuz, Hingabe und Liebe. Für alles, was das Leben ausmacht. Er ist es schon längst. Er schafft den Freiraum, in dem ich leben kann.

Mein Frei sein – es ist nicht immer leicht. Aber das größte Geschek, dass er mir gemacht hat. Mitsamt seiner Liebe, die mich immer wieder ins Leben holt und frei lässt.
Mein Ostern. Sein Geschenk.
Frei sein. Für Leben.

 

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